Armbanduhren

Der Mensch war quasi von Anbeginn darauf bedacht, die Zeit auf irgendeine Art und Weise messen zu können. Es ist klar, dass Lebewesen eine innere Uhr in sich ticken haben. Der Wechsel von Tag und Nacht und auch der Jahreszeiten bestimmt das Leben an sich. Doch es müssen noch andere Faktoren mitspielen, da Versuche ergeben haben, dass auch Menschen, die für einen längeren Zeitraum von der Außenwelt komplett abgeschirmt werden, ein Zeitempfinden haben.



Schon im Altertum wurden verschiedene Zeitmessgeräte erfunden. Man denke beispielsweise an die Sonnenuhr. Man nutzte die Gestirne und die Natur, um die Zeit zu bestimmen. Der Mensch war in dieser Hinsicht wirklich sehr erfinderisch.

Tragbare Uhren wurden erst um das Jahr 1500 möglich. Durch die Erfindung der Zugfeder war die Uhr nicht mehr an irgendeinen Ort gebunden. Man konnte Uhren nun endlich auch mit sich herumtragen, zuerst in Form von Taschenuhren. Diese waren anfangs auch noch ziemlich groß, doch dadurch, dass das Uhrwerk immer kleiner gestaltet werden konnte, war es bald möglich die Taschenuhr auch am Handgelenk tragen zu können. Die Armbanduhr wurde geboren!

Zur Wende des 20. Jahrhunderts wurde es üblich, dass Frauen eine Armbanduhr trugen. Die Männerwelt war alles andere als begeistert von Armbanduhren. Diese galten damals tatsächlich als absolut feminin. Dies war den Herren einfach suspekt. Und darum hielten sie noch für längere Zeit an den bewährten Taschenuhren fest, während die Damen sich an ihren schicken Armbanduhren erfreuten.
Doch wie sollte es anders sein, bald erwiesen sich Armbanduhren auch für die Männerwelt als viel praktischer. Und der Krieg war an dieser Entwicklung mitbeteiligt. Soldaten, vor allem Flieger, erschien die Taschenuhr als unpraktisch. Ein schneller Blick auf die Uhr war im Kampf so nicht wirklich möglich. Und so wurden im Militär nun Armbanduhren eingesetzt. Es dauerte nicht lange und die Armbanduhr wurde von den Herren auch im zivilen Sinne getragen, was so weit führte, dass die Taschenuhr mehr und mehr in Vergessenheit geriet.

Heute ist ein Leben ohne Armbanduhren nicht mehr vorstellbar. Und sie dienen schon längst nicht mehr ausschließlich, um die Zeit zu messen, sondern sind ein fester Bestandteil der Modewelt geworden.