Uhrenumstellung

Die Uhrenumstellung von Winter- auf Sommerzeit erfolgt seit 1996 am letzten Sonntag im März, es wird eine Stunde dazugerechnet (bitte Uhren umstellen von 2 Uhr nachts auf 3 Uhr), während die Uhrenumstellung von Sommer- auf Winterzeit am letzten Sonntag im Oktober erfolgt, es wird eine Stunde abgerechnet (bitte Uhren umstellen von von 3 Uhr nachts auf 2 Uhr). Die umgangssprachlich als Winterzeit bezeichnete Uhrzeit wird offiziell Normalzeit genannt, jedoch hat sich die Umgangssprache in Deutschland eingebürgert, weswegen auch offizielle Stellen den Begriff Winterzeit ebenfalls häufig benutzen.


Benjamin Franklin, bekannt als einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten und vor allem bekannt durch die Erforschung der Elektrizität, hatte im Jahr 1784, sechs Jahre vor seinem tot, zum ersten Mal die Idee, eine jährliche Zeitumstellung einzuführen, wie er in einem Brief über „die Kosten des Lichtes" an eine Pariser Zeitschrift erwähnte. Ausschlaggebend für ihn war der hohe Verbrauch an Kerzen.

1907 wurde die Idee von William Willet, einem englischen Geschäftsmann, erneut vorgeschlagen, die jedoch trotz Unterstützung von Winston Churchill und tatkräftiger Lobbyarbeit nicht von der britischen Regierung angenommen wurde.

Zum ersten Mal eingeführt wurde die Zeitumstellung mitten im 1. Weltkrieg, am 30.4.1916, und dies in Deutschland, Österreich-Ungarn und in Irland, was auf deutscher Seite während des Krieges teilweise zu bedauerlichen Missverständnissen bei der Informationsübermittlung führte, die zu massiven menschlichen Verlusten führten. Grund für die Zeitumstellung war, die Stundenzahl mit nutzbarem Tageslicht zu vergrößern, daher auch die Bezeichnung, welche Irland für die Zeitumstellung fand: „Daylight Saving Time" („Tageslicht sparende Zeit").

Ein Grossteil der Länder der Europäischen Gemeinschaft beschloss im Jahr 1975 aufgrund der Ölkrise im Jahr 1973, die zu deutlichen höheren Energiekosten führte und das Wirtschaftswachstum nachhaltig negativ beeinflusste, die Einführung der Sommerzeit, um eine bessere Nutzung des Tageslichtes zu gewährleisten und eine Energieeinsparung zu sichern. Die Umsetzung dieses Beschlusses erfolgte -trotz einiger Einwände, die in Frage stellten, ob eine Energieeinsparung möglich sei- mit zwei Jahren Verzögerung im Frühjahr 1977. Inwiefern durch die Einführung der Sommerzeit wirklich die von der Europäischen Gemeinschaft erhoffte Einsparung von Energie erzielbar ist, wird immer noch kontrovers diskutiert: In einer aktuelleren Untersuchung zum Beispiel haben die Wirtschaftswissenschaftler Matthew Kotchen und Laura Grant von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara durch dreijährige Beobachtung des Stromverbrauchs von insgesamt 7 Millionen Haushalten im amerikanischen Bundesstaat Indiana, der die Sommerzeit erst im Jahr 2006 eiführte, entgegen der Erwartung einen Anstieg des Stromverbrauches um 1 bis 3 Prozent nach der Umstellung auf die Sommerzeit festgestellt.